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Abschied von Anapa und Woronesch (Tag 67-68)

Am Montag war der Tag endgültig gekommen, an dem wir abreisen. Wir waren früh auf, damit wir Timur auch noch sehen und uns verabschieden konnten, da er zur Arbeit musste. Es gab noch gemeinsames Frühstück, dann war er weg. Wir hatten unsere Sachen schnell gepackt und wollten auch los… und da begannen die „Zeit schinde Aktionen“ von Vlad und Sergey. Zuerst gab es noch ein zweites Frühstück, man muss ja gut gestärkt Auto fahren, und weil wir ein wenig nach dem Frühstück noch zusammen gesessen sind, war es dann auch schon wieder Zeit fürs Mittagessen… Aber den Kaffee danach haben wir schließlich erfolgreich abgelehnt und waren am frühen Nachmittag doch im Auto und fuhren los. Es war ein sehr herzlicher Abschied, mit dem Versprechen, dass sie uns in Österreich besuchen kommen.



Unser Nachtlager schlugen wir etwa 90km vor Rostow am Dom auf und waren auch erstmals seit längerem vor Mitternacht im Bett.

Gestern sollte ein reiner Fahrtag werden. Wir waren etwa 10 Stunden unterwegs, bis wir Woronesch erreicht haben und Christopher leider davor schon aufgefallen ist, dass das Lenkgetriebe wieder etwas undicht ist (es hat immerhin seit dem letzten Dichten 20.000km gehalten). Also Werkstätte gesucht – ich hatte fast schon Entzugserscheinungen so ganz ohne Werkstatt für mehr als 3 Wochen! Dort angekommen, meinten die Mechaniker, dass es sicher noch ein paar 1000km hält und wir einfach regelmäßig Flüssigkeit nachfüllen sollen. Nein, das ist keine Option, wir fahren mit einem schweren Anhänger und bis Österreich sind es auch noch einige Kilometer. Also nehmen sie sich dem Problem an, wir bekommen in der Cafeteria ein 3 Gänge Menü und beginnen ein Zimmer zu suchen, da wir nicht im Wohnwagen in der Werkstatt schlafen können. Nach wenigen Minuten der Suche kommt der Mechaniker und meint, dass er uns zu sich und seiner Frau nach Hause einlädt für die Nacht, er glaubt nicht, dass wir ein Zimmer mit großem Hund bekommen. Öm, ja sehr verwundert, aber ohne Möglichkeit dieses nette Angebot auszuschlagen nehmen wir dankend an und werden kurze Zeit später von seiner Frau Natascha abgeholt und in ihre Wohnung gebracht. Es stellt sich heraus, dass sie selbst einen Dackel hatten und Hunde lieben. Pixel wird den gesamten Abend hofiert!

Wir bekommen nochmal Abendessen, wir haben wirklich versucht klar zu machen, dass wir bereits Abendessen hatten, aber sie möchte für uns Kochen. Ablehnen gibt es nicht. Mittlerweile ist auch Dim von der Arbeit zu Hause und wir bekommen eine kleine Privatvorstellung am Klavier von Natascha mit Gesang. Sie ist Opernsängerin und spielt Klavier. Mittlerweile ist es schon kurz vor Mitternacht, als uns Dim den Vorschlag macht, eine kleine Nachtstadtführung zu machen. Wie schon mal erwähnt, ablehnen gibt es nicht, also sitzen wir kurze Zeit später im Auto und fahren in die Altstadt, den „Hafen“ und zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten und machen Fotos. Nach etwa 2 Stunden sind wir wieder zurück in der Wohnung und fallen endgültig sehr müde ins Bett. Morgen werden wir sehen wann das Auto fertig ist und wie weit wir dann noch kommen.



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