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An der Wolga entlang (Tag 43-46)

(Mit einem Tag Verspätung gibt es diesen Beitrag online, gestern war die Internetverbindung zu schlecht).



Über google Maps haben wir einen Platz ca. 180km vor Wolgograd gefunden. Eigentlich war geplant eine Nacht hier zu verbringen und am nächsten Tag weiter nach Wolgograd zu fahren. Wir waren alle schwimmen und am Abend gabs noch ein kleines Lagerfeuer. So ging der Tag langsam zu Ende.



In der Früh kurz nach dem Aufstehen haben wir schon mal die Weiterfahrt auf den Nachmittag verschoben, da es viel zu heiß war und der Platz ideal gelegen mit direktem Wasserzugang und Schatten von Bäumen. Nach dem Frühstück haben wir bereits beschlossen, den Platz erst am nächsten Tag zu verlassen. Pixel hatte ihren Spaß mit Wasserplantschen und Frösche „jagen“ und wir konnten uns im Fluss abkühlen, wieder Wasser filtern und somit unsere Vorräte auffüllen, Geschirr und Wäsche waschen und so weiter. Im Fluss gabs auch eine relativ starke Strömung, die Pixel gleich mehrfach gequert hat, da am anderen Ufer ihrer Meinung nach die besseren „Jagdgründe“ waren. Da wir die meiste Zeit komplett alleine waren durfte sie es auch. Am späteren Nachmittag meinten 2 Angler genau bei „unserem“ Einstiegspunkt zum Fluss angeln zu müssen. Kurzfristig waren wir genervt bzw. irritiert von der „Distanzlosigkeit“, da der Flussabschnitt wirklich lange war und es mehrere gute Stellen für Wasserzugang gab. Da sich die zwei aber überhaupt nicht daran gestört haben, dass wir dennoch ins Wasser wollten und immer brav die Angel eingeholt haben, damit wir gefahrlos passieren konnten, war es für uns schnell auch voll in Ordnung, dass sie da sind. Wir hätten es eh auch nicht ändern können. Und nach wenigen Stunden sind sie auch wieder verschwunden.

Am Abend haben wir uns wieder ein nettes Lagerfeuer gemacht und so den Ruhetag ausklingen lassen.



Heute sind wir extra früher aufgestanden, damit wir noch vor der großen Hitze zusammen packen konnten. Spätestens als wir beim Supermarkt in Wolgograd waren war für uns klar, bei 34 Grad machen wir keine Stadtbesichtigung von Wolgograd. Museen können wir ohnehin nicht mit Hund besuchen und in den Park wo die berühmte Statue ist darf Pixel wahrscheinlich auch wieder nicht hinein. So fahren wir ohne weitere Stopps in Wolgograd weiter, Richtung Astrachan, die letzte Stadt im Wolgadelta. Im Supermarkt haben wir uns heute auch „eine Klimaanlage des kleinen Mannes“ gekauft – ein Blumenspritzerl :-D.

Wir fahren viele Kilometer durch Steppenlandschaft und könnten fast glauben in der Mongolei gelandet zu sein. Die „Klimaanlage“ leistet bereits gute Dienste, wenn auch immer nur kurz. Wir suchen wieder per google Maps einen netten Ort als Schlafplatz und steuern diesen an. Für unseren Schlafplatz kommen wir an vielen großen Maulbeerbäumen vorbei, wo wir uns auch ein paar reife Früchte ernten. Wir sehen auch viele Erdhörnchen, das ein oder andere schaffe ich auch zu fotografieren, bevor sie im Bau verschwinden. Schließlich erreichen wir einen netten Platz mit direktem Zugang zur Wolga. Pixel geht gleich ins Wasser abkühlen und plantschen, ich mache die ersten Fotos und komme schnell drauf, dass der Ort leider doch nicht so toll ist. Ameisen, Gelsen und „Mitches“ machen einem hier das Leben nicht leichter. Keine Minute lang kann man auf einer Stelle stehen, ohne nicht gestochen, gebissen oder umschwirrt zu werden. Da können wir also nicht bleiben. Wir probieren noch weitere Plätze bis wir schließlich unseren endgültigen Schlafplatz erreichen. Wir stehen wieder relativ nahe an der Wolga, waren auch schnell noch schwimmen/duschen im Fluss und sitzen seit dem im Wohnwagen, da uns auch hier die Gelsen in Sekunden schnelle verspeisen. Sogar auf Pixel tummeln sich binnen weniger Minuten richtig viele Gelsen und Mitches. Also geht’s morgen in der Früh gleich weiter nach Astrachan. Wir hoffen, dass wir das Wolgadelta etwas erkunden können. Wie genau werden wir morgen sehen.



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