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Von Weliki Novogrod und Tver bis Stupino (Tag 39-42)

Aktualisiert: 7. Juni 2019

Wir haben in Weliki Novogrod einen netten Platz zum Übernachten gefunden, den wohl auch viele Einheimische kennen und von dort aus zum Fischfang aufbrechen. In der Früh stehen bereits mehrere Autos in der Nähe und man sieht 3 Schlauchboote im Wasser mit je einer Person darin die Angelt. Nach einem ausgiebigen Frühstück packen wir alles zusammen und schauen in die Stadt, bevor es weiter geht Richtung Moskau. Im Reiseführer wird diese Stadt als „Birthblace of Russia“ beschrieben. Wir schauen uns die „Hauptsehenswürdigkeiten“ wie Kreml, Kriegsdenkmale und die Kirche von St. Sophia, die älteste Kirche dieses Landes an und spazieren am Sandstrand der Stadt wieder zurück zum Auto und Wohnwagen. Da wir die Zeit etwas vertrödelt haben, beschließen wir eine weitere Nacht am Fluss zu verbringen und fahren wieder zurück wo wir bereits gestanden sind.



Am nächsten Tag geht es ohne Trödelei weiter und das nächste „Problem“ zeichnet sich ab. Die Anzeigen für Öldruck und co. sind wieder ausgefallen. Der Tausch des Stromwandlers kann wohl nicht bis in Österreich warten und so suchen wir eine Werkstatt in Tver, unserem nächsten Übernachtungsort. Piotr gibt uns schließlich eine Adresse durch, wo wir hin sollen, diese Werkstatt hätten wir uns alleine nicht ausgesucht ;-). Wir bekommen jedenfalls einen neuen Stromwandler, wie er normalerweise in LKWs verbaut ist (45A). Die Anzeigen funktionieren wieder und weil es etwas länger gedauert hat, hatte Christopher Zeit den Arbeiter von „nebenan“ zu fragen, wie viel er verlangt fürs Fenster folieren vom Toyota und wie lange das dauert. Wir haben ja bereits einige Kostenvoranschläge von Österreich. Der Preis ist unschlagbar, dafür bekommen wir in Ö. nicht mal die Folie und die veranschlagte Arbeitszeit von 4,5 Std. passt auch. Der Abend am Fluss (Tverza) gestaltet sich äußerst gemütlich bei gutem Essen und Wein :-).



Also verlängern wir noch einen Tag in Tver und das Auto kommt am nächsten Tag um 13 Uhr zum Folierer. Das Auto ist nach etwas mehr als der veranschlagten Zeit fertig und der Preis ist etwas mehr geworden, da die Schiebefenster sehr aufwändig zu folieren waren. Nun sieht das Auto deutlich „moderner“ und ein bisschen mehr nach „Gangster“ aus. Wir verbringen noch einen sehr schönen, entspannten Abend bei unserem Platz am Fluss. Am nächsten Morgen sind wir ganz allein und Christopher ist mutig und geht in der Früh im Fluss „duschen“ – nachdem wir ja nur biologisch Abbaubare Seifen mithaben ist das auch kein Problem. Die Wasserfilteranlage haben wir gestern ebenfalls noch angeworfen. Anfänglich hatten wir ein wenig Probleme mit den Katadyn Filtern, die waren wohl zugesetzt. Nachdem wir sie gereinigt haben mit einem Küchenschwamm und die Filter mit reinem Wasser vorgefüllt hatten lief die Anlage einwandfrei. Die Solaranlage leistet ganze Arbeit und nach 1h Wasserfiltern stehen die Batterien noch auf 100%. Wir machen im Schnitt täglich um die 400wh an Strom bei schönem Wetter– mehr als ausreichend.


Nach einem absoluten Rasttag gestern geht es heute weiter Richtung Südosten. Über Moskau wollen wir in den Süden. Wir haben schon einige Schauergeschichten über den Verkehr in Moskau gehört und befinden uns nach 2 Std. Fahrt auch mitten drin im Stau. Eis am Stiel wird mitten auf der Autobahn verkauft, Autos stehen recht unvermitteln und wenig/gar nicht abgesichert einfach mitten auf der Fahrspur und haben eine Panne. So geht es über 2,5 Std. und wir sind „nur“ die „Außenringautobahn“ gefahren. Nach einer deutlich längeren Fahrt als angenommen erreichen wir nach 6,5 Std. Fahrzeit (für 330km) nahe Stupino einen ehemaligen Seitenarm eines Flusses, der mittlerweile ein kleiner See geworden ist. Schnell ist ein netter Schlafplatz für uns gefunden. Das Froschkonzert ist jedenfalls schon mal gigantisch :-). Morgen geht es weiter nach Woronez.



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